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25.11.2018, 15:54 Uhr
CDU-Stadtverband und MIT-Kreisverband laden ein: Wirtschaftsexperte spricht in Diepholz über Google & Co.
 
Wie schafft man Kapital ohne Kapital? Das erläuterte der Wirtschaftsexperte Prof. Dr. Gerald Mann jetzt auf einer öffentlichen Veranstaltung des CDU-Stadtverbandes Diepholz und des Kreisverbandes der Mittelstandsvereinigung (MIT) in der Gaststätte Laker in Diepholz. Auf Einladung der Vorsitzenden Hans-Ulrich Püschel und Heide Bergbauer-Hörig referierte Prof. Mann mit Schwerpunkt auf den weltweit agierenden Internetgiganten. Der heimische Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig, der den Experten seit langem persönlich kennt, hat diesen schön öfters zu Fachvorträgen für den Mittelstand in den Wahlkreis geholt.

„Der Marktwert großer Online-Plattformen oder Softwarehersteller beruht vor allem auf Daten, Forschung und Entwicklung“, so der Volkswirtschaftler der FOM Hochschule München. „Das sind immaterielle Güter im Gegensatz zu den klassischen materiellen Gütern wie Maschinen, Fahrzeuge oder Gebäude.“ Er führte als Beispiel die Firmen Google, Apple und Uber an, deren Wert u.a. auf Algorithmen, Design und den Fahrerpool basiere. „In entwickelten Ländern fließen inzwischen wohl mehr Investitionen in immaterielle als materielle Güter“, hielt Prof. Mann fest.

Als Vorteile bei der Kapitalschaffung nannte er diesem Zusammenhang die möglichen Synergie- und Netzwerkeffekte, die durch Übertragung innovativer Ideen in weitere Branchen entstehen könnten. Mögliche Risiken lägen in Wertverlusten z.B. durch neu entstehende Konkurrenz. Als Handlungsempfehlungen für die Politik nannte der Wirtschaftswissenschaftler drei Kernpunkte: die Vermittlung von IT-Basiswissen für jedermann, schnelles Internet und die Stärkung europäischer Firmen im IT-Bereich. In seinen Ausführungen bezog Prof. Mann sich auf das Buch „Capitalism without Capital“ von Jonathan Haskel und Stian Westlake (2017).

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